Wie wurde aus einer Wissenschaftlerin eine Marketing-Beraterin?
Die kurze Antwort: Ich wollte schon immer Produkten und Ideen, die es verdienen, gehört zu werden, mehr Reichweite geben. Die lange Antwort findest du weiter unten.
Neugierig, wie Kommunikation im großen Stil funktioniert, bin ich in die Unternehmenswelt gewechselt – zunächst als Product Managerin in der Biotech-Branche, dann als Marketing Managerin in der Diagnostik. Ich habe mitgeholfen, eine Krebsdiagnostik auf den Markt zu bringen, Kampagnen von Grund auf aufgebaut und in schnelllebigen, regulierten Umfeldern mit interdisziplinären Teams gearbeitet.
Trotzdem habe ich mich oft gefragt: Es muss doch einen menschlicheren, fokussierteren Weg geben.
Deshalb habe ich mich selbstständig gemacht – um direkt mit Gründerinnen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen, mit Forscher:innen und mit Menschen aus dem Gesundheitswesen zu arbeiten, die gute Ideen wirklich in die Welt bringen wollen. Ich weiß, wie sich dieser Schritt anfühlt – ich bin ihn selbst gegangen.
Heute verbinde ich wissenschaftliche Glaubwürdigkeit mit Marketing-Know-how, um Strategien zu entwickeln, die Sinn ergeben – strategisch, ethisch und emotional.
Nach meinem Studium der Molekularmedizin habe ich fünf Jahre lang in der Grundlagenforschung zu Hautkrebs promoviert. Die Wissenschaft hat mich fasziniert – noch mehr aber die Frage, wie wir darüber sprechen. Oder eben: wie oft wir es nicht tun.
Während der Experimente hatte ich immer Kopfhörer auf und hörte Bücher und Podcasts zu Marketing, Psychologie und Kommunikation. Mir wurde klar: Egal wie bahnbrechend eine Forschung ist – sie wirkt nur, wenn Menschen sie verstehen. Genau da habe ich meine eigentliche Leidenschaft entdeckt: komplexe medizinische Themen in klare, zugängliche Strategien zu übersetzen, die wirklich ankommen.